Der Wert der Robotik in Industrie 5.0 - ein neues, nachhaltigeres und digitales Geschäftsmodell

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Während der Pandemie war der Industriesektor mit am stärksten von Mobilitäts- und Anwesenheitsbeschränkungen am Arbeitsplatz sowie von Engpässen bei bestimmten Komponenten betroffen. Jedoch hat in diesem Szenario die Robotik, und in diesem Fall die kollaborative Robotik, eine grundlegende Rolle gespielt, nicht nur um Produktionsprozesse zu verbessern und zu optimieren, sondern auch um die Sicherheit der Mitarbeiter zu erhöhen, da in geschlossenen Räumen ein hohes Ansteckungsrisiko besteht. Außerdem haben kollaborierende Roboter in hohem Maße zur Demokratisierung des Einsatzes dieser Technologie in KMU beigetragen, da sie in der Anschaffung und Einrichtung kostengünstiger sind als herkömmliche Industrieroboter und darüber hinaus so viel Vielseitigkeit und Flexibilität bieten, dass sie mehrere Aufgaben in der Produktionskette übernehmen können.

Diese Eigenschaften sind von großer Bedeutung bei der Rechtfertigung der Anschaffung dieser Art von Ausrüstung,  ebenso wie ihre große Fähigkeit zur Integration mit Systemen der künstlichen Intelligenz, mit denen die Roboterbewegungen an die in den alltäglichen Produktionsprozessen auftretenden dynamischen Situationen angepasst werden können. Die als IoT bezeichnete Verbindung von Elementen und Sensoren mit anderen Elementen, Maschinen oder Informationssystemen ermöglicht die Analyse des aktuellen Zustands von Maschinen, z. B. zur Anwendung in digitalen Zwillingen, Erkennung von Alarmsignalen, Übermittlung von Warnungen und Aktivierung der entsprechenden Reparaturprozesse.

In diesem Zusammenhang hat sich das Konzept der industriellen künstlichen Intelligenz (KI) herausgebildet, das als Anwendung von KI auf die Abläufe, Prozesse und physischen Systeme einer Anwendung definiert werden kann, so dass das Verhalten dieser Abläufe, Prozesse und Systeme überwacht, optimiert oder gesteuert werden kann, um ihre Effizienz und Leistung zu verbessern, indem sie autonomer gemacht werden.

Autonomes Fahren

Diese technologischen Fortschritte treiben die Wettbewerbsfähigkeit sowie die Kriterien der ökologischen und sozialen Nachhaltigkeit voran. Und hier entsteht, was die Europäische Kommission als Industrie 5.0 bezeichnet hat, ein neues, nachhaltigeres und auf den Menschen ausgerichtetes Modell, das auf einer digitaleren und wettbewerbsfähigeren Industrie basiert und durch die Entwicklung intelligenterer und effizienterer Infrastrukturen unterstützt wird.

Als Ergebnis der technologischen Innovation in diesem Bereich sind verschiedene Arten von Robotern und Fahrzeugen mit Bewegungsfähigkeiten entstanden, die nicht mehr direkt durch einen Fahrer oder Benutzer gesteuert werden müssen.

Autonome mobile Roboter (AGVs) werden in Lagern und Unternehmen für den Transport und die Abholung von Materialien eingesetzt, indem sie auf der Basis von bildbasierten KI-Algorithmen ihre Umgebungen verstehen, kartieren und autonom darin navigieren können.

Die Robotik hat weiterhin zu neuen Geschäftsmodellen geführt, die sich vom traditionellen Geräteverkauf hin zum Angebot der Technologie als RaaS (Robot as a Service) entwickelt haben. Es gibt zwei Möglichkeiten zur Umsetzung dieses Modells. Einerseits die so genannten „Cloud-Roboter“, die mit dem Internet verbunden sind und Cloud-basierte Speicher-, Rechen- oder Datenressourcen auf einer Pay-as-you-go-Basis anbieten. Zum anderen robotisierte Dienste, die der Kunden für einen bestimmten Zeitraum mietet, einschließlich technischer Unterstützung und Echtzeitüberwachung.

GMV verfügt über umfangreiche Erfahrung in der Entwicklung innovativer technologischer Lösungen und Projekte, die auf sensorischer Integration und fortschrittlicher Automatisierung basieren. Das Unternehmen ist in den drei Bereichen kollaborative, industrielle und autonome Robotik tätig.

 

Autor: Ángel C. Lázaro Ríos

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